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Stuttgarter Flughafen

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Der Landesflughafen Stuttgart

Auf in die große weite Welt!

Wenn schon nicht mit dem Flugzeug in die Ferien – warum dann nicht etwas Ferienatmosphäre schnuppern? Das geht: Der Stuttgarter Flughafen liegt vor der Haustür. Und er ist auch interessant für die, die schon wieder aus dem Urlaub zurück sind: Sie können auf der Aussichtsterrasse des Flughafens vom nächsten Flug in die Ferien träumen (Kinder von 6 bis 16 Jahren zahlen einen Euro, Erwachsene 2,50 Euro). Landende und startende Flugzeuge, Gepäckwagen mit vielen Anhängern, breite Busse, die Passagiere zum Flugzeug bringen oder abholen, Tanklaster, Cateringfahrzeuge: Auf der Besucherterrasse gibt es immer etwas zu sehen.
Per Knopfdruck erfährt man von einem Tonband zum Beispiel, dass Flugzeuge mit der Geschwindigkeit von Rennwagen starten oder welche Aufgaben die Flughafenfeuerwehr hat. Wer noch näher an die Flugzeuge heran möchte, der kann das während der Sommerferien tun. Speziell für Daheimgebliebene bietet der Flughafen Stuttgart seine Sommerferienführungen an. Zwei Stunden dauert die Führung mit Filmvorführung, Sicherheitskontrollen, Busfahrt zu den Flugzeugen und zur Feuerwehr. Und in der Gepäckanlage sieht der Besucher dann, was mit den vielen Koffern passiert, die beim Einchecken abgegeben werden. Anmeldung und Termine erfährt man im Internet unter www.stuttgart-airport.com oder telefonisch dienstags und donnerstags zwischen 14 Uhr und 16 Uhr unter Telefonnummer 0711 - 948 2326.
Neben dem Blick von der Besucherterrasse aufs Vorfeld lohnt sich auch ein Gang durch die Terminals, wo Geschäfte, Cafés und Bistros zum Bummeln und Erholen einladen.

Der Landesflughafen Stuttgart

Impressionen vom Stuttgarter Flughafen

Der erste Flughafen von Stuttgart befand sich nicht immer auf der Gemarkung Leinfelden-Echterdingen, sondern auf dem Cannstatter Wasen. Und das, obwohl dieser Standort bereits Luftfahrtgeschichte geschrieben hat: Am 4. August 1908 erfolgte hier die erste Landung eines Zeppelins auf festem Boden. Nahe der westlichen Landeschwelle der heutigen Flughafenpiste setzte das Luftschiff LZ 4 auf. Der Jubel über das Ereignis war damals unbeschreiblich. Leider wurde das Zeppelin-Luftschiff bereits einige Stunden später in Echterdingen durch ein Gewitter zerstört.
Doch die Fortentwicklung der Luftfahrt war durch Rückschläge nicht aufzuhalten. In den Jahren zwischen 1909 und 1911 wurde der Cannstatter Wasen zum Schauplatz der ersten Motorfliegerei im schwäbischen Raum. Die ersten Flugversuche auf der holprigen Grasnarbe begründeten vor dem ersten Weltkrieg den Ruf des Cannstatter Wasens als „Stuttgarter Fluggelände".
Durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 gewann die Fliegerei auch militärische Bedeutung. Geeignete Flugplätze mussten gefunden werden. Die Wahl fiel im württembergischen Raum auf ein Gelände bei Böblingen. Durch den Militärflughafen wurde Böblingen zur Garnisonsstadt.

Nach dem Ende des ersten Weltkrieges wurde der Flugbetrieb in Böblingen infolge der Bestimmungen des Versailler Vertrags eingestellt. Doch bereits 1919 begann Paul Strähle aus Schorndorf, wiederum vom Cannstatter Wasen aus, mit dem Linienverkehr auf der Strecke Stuttgart-Friedrichshafen-Konstanz. Seine Firma, die Luftverkehr Strähle, führte auf dieser Strecke den ersten Luftpostdienst in Deutschland durch. Die Inflation setzte diesem Unternehmen ein Ende.
Später wurde die „Schwäbische Luftdienst GmbH" gegründet, aus der im November 1924 dann die „Luftverkehr Württemberg AG" hervorging, die 1936 in „Flughafen Württemberg AG" umbenannt wurde. Anteilseigner waren das Land Württemberg, die Stadt Stuttgart und württembergische Firmen.

Da sich der Cannstatter Wasen rasch als zu klein für die Anforderungen des Luftverkehrs herausstellte, wurde beschlossen, das Gelände des ehemaligen Militärflugplatzes auf der Böblinger Hulb für die Anlage eines Zivilflugplatzes zu nutzen. Am 20. April 1925 landete in Böblingen als erstes planmäßiges Verkehrsflugzeug die D 552, eine Dornier Merkur. Die Gattin des damaligen Stuttgarter Oberbürgermeisters Karl Lautenschlager taufte am 29. April 1925 eine andere Dornier Merkur, die D 562, auf den Namen Stuttgart. 1928 wurde in Böblingen das neue repräsentative Passagiergebäude in Betrieb genommen, dem bald darauf der Bau einer großen modernen Flugzeughalle folgte. Die Böblinger Hulb war aber nicht nur Verkehrsflughafen, sondern auch Schauplatz von Fliegertagen, Schauflügen und Großflugtagen, an denen unter anderem Piloten wie Hanna Reitsch, Ernst Udet und Wolf Hirth teilnahmen.
1930 wurde die Linie 22 Stuttgart-Genf-Marseille-Barcelona eingerichtet, am 3. Februar 1934 der planmäßige Luftpostdienst Deutschland-Südamerika aufgenommen.

Die Zunahme des Luftverkehrs in den 30er-Jahren führte zu den Überlegungen, Böblingen aufzugeben und den Verkehrsflughafen Württemberg dichter an die Landeshauptstadt heranzulegen. Im Frühjahr 1937 wurde mit den Bauarbeiten begonnen; 1939 sollte der Zivilflughafen Stuttgart den Betrieb aufnehmen. Der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges brachte statt des zivilen Luftverkehrs den Einzug der Luftwaffe auf dem neuen Stuttgarter Verkehrsflughafen. Noch während des Krieges nahm die Lufthansa die bewährte Spanienlinie mit Großflugzeugen vom Typ JU 90 wieder auf. Die Swissair flog wieder täglich die Linie 12 Zürich-Stuttgart-Berlin, weitere Linien folgten.

Ab 1942 wurde der Flughafen Stuttgart immer wieder Ziel von Bombenangriffen. Die Luftangriffe nahmen im Jahre 1944 erheblich zu, was dazu führte, dass man die Überholungswerkstätten der Lufthansa von Stuttgart zurück nach Böblingen verlegte.

Die Swissair stellte den Betrieb ihrer Linie am 17. August 1944 ein, während die Lufthansa die Spanienlinie noch bis Ende Oktober 1944 aufrechterhielt, wobei allerdings nicht mehr von regelmäßigem Flugverkehr dorthin gesprochen werden konnte. Das Kriegsende brachte die Besetzung des Flughafens durch französische Truppen, kurze Zeit darauf übernahm die US-Air-Force das Flughafengelände.
Mit der Währungsreform gaben die amerikanischen Militärbehörden ihre Zustimmung zur zivilen Mitbenutzung des von ihr bislang allein genutzten Flughafens Stuttgart. Am 31. August 1948 landete als erstes Zivilflugzeug nach dem Krieg eine Dakota-Maschine der Swissair und brachte eine Ladung für den Wiederaufbau der Stuttgarter Krankenhäuser und Schulen. Pan Am nahm am 3. Oktober 1948 den planmäßigen Verkehr auf der Linie New York-London-Stuttgart-Wien auf. Mit der Wiedererlangung der Lufthoheit im Jahre 1955 nahm auch die Lufthansa wieder ihren Flugbetrieb in Stuttgart auf.

Der Landesflughafen Stuttgart

Eine Maschine der Air Berlin bei der Landung in Stuttgart. Ein Flugzeug der Germanwings bei der Landung.