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Saft aus Streuobstwiesen

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Direktsaft und Most von Streuobstwiesen.

Most aus unseren Streuobstwiesen ist zumeist Apfel- oder Birnenwein und ist ein vergorener Fruchtsaft. Heute wird nicht mehr so viel Most getrunken. Aber aus Überlieferungen des 19. Jahrhunderts weiß man, daß in der Region Schwäbischen Alb Most das wichtigste Getränk war. Man geht davon aus, daß die schwer arbeitenden Bauern während der Erntezeit ihre 4 Liter Most pro Tag tranken. Frauen immerhin bis zu 2 Liter. Ein weiterer Aspekt waren damals schon die Vitamine. In den rauhen Wintermonaten gab es nicht viel vitaminreiche Nahrung. Die Inhaltsstoffe aus Äpfel und Birnen waren ein wichtiger Vitaminspender für die Bevölkerung. Der Most erfüllte die Rolle einer heutigen Nahrungsmittelergänzung. Wobei man den Most nicht unterschätzen darf, denn ein guter Most kann sich locker mit manchem Wein messen. Most hat einen Alkoholgehalt zwischen 5,5 und 7 Prozent und einen sauren, herben Geschmack. Zur Mostgewinnung eignen sich nur alte Obstsorten, welche in unseren heimischen Streuobstwiesen vorkommen. Die modernen Apfelsorten aus Plantagen enthalten einen großen Fruchtzuckergehalt und können nicht den säurehaltigen Geschmack liefern. Ab und zu ein Gläschen Most ist gesund und sichert den Bestand unserer alten Obstsorten.

Streuobstwiese in Ludwigsburg.

Zur Herstellung des Mosts werden die einwandfrei gewaschenen Äpfel und Birnen (Gerne auch verschiedene Sorten) zunächst gemahlen und danach gepresst. Das geschieht in der Mostereien. Vor nicht allzulanger Zeit gab es noch fahrbare Mostereien. Sie kamen direkt zu den Bauern und waren ein wichtiger Bestandteil im dörflichen Leben.
Den gepressten trüben Saft nennt man Süßmost. Dieser wird gemeinsam mit Hefe zum Gären in Fässer gefüllt. Nach Aussgae alter Schwaben erhält man den besten Most, wenn man den Saft in Holzfässer füllt. Bei der Gärung wird der Fruchtzucker in Alkohol, Kohlensäure und Energie umgewandelt. Nach einigen Wochen ist die Gärung abgeschlossen. Man füllt ihn vorsichtig in ein anderes Fass. Hier ist es nun wichtig die abgesunkene Hefe nicht mit umzuschütten. Diesen Vorgang nennt man Abstechen. Nach dem Abstich ist der Most klar und haltbar. Um die Wirkung zu erhöhen wiederholt man den Vorgang, nach ca. 3 Monaten noch einmal. Zum Trinken zapft man den Most am besten immer frisch. Kellerkalt schmeckt er am besten.

Streuobstwiese am Albtrauf

Äpfel von der Streuobstwiese

Diese Äpfel werden zu Direktsaft verarbeitet

Direktsaft aus Streuobstwiesen

In Baden-Württemberg werden jährlich rund 250 Mio. Liter Apfelsaft hergestellt und erfreulicherweise stammen ca. 90 Prozent der Früchte aus dem Streuobstanbau. Nur ca. 10 Prozent der verabeiteten Früchte aus dem Plantagenanbau.
Der Direktsaft wird niemals aus industriell hergestellten Konzentraten hergestellt und nach dem Pressen direkt abgefüllt. Der Namen Direktsaft wurde eingeführt, um dem Verbraucher deutlich zu machen, daß dieser Saft nicht aus verdünntem Konzentrat besteht.
Dem Direktsaft darf man, je nach Geschmack des Herstellers, bis zu 15 gr. Zucker pro Liter beifügen. Direktsaft wird aus regionalen Früchten hergestellt. Zum Beispiel der Apfelsaft aus hiesigen Streuobstwiesen. Häufig sind diese Säfte mit dem Biozeichen ausgezeichnet. Mit diesem Säften setzen sich unsere Fruchtsafthersteller von der großen internationalen Konkurrenz ab. Und das mittlerweile mit großem Erfolg, denn Qualität und Bioerzeugnisse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Viele Endverbraucher legen heute auch größten Wert auf die Regionalität der Produkte.

Die größten Vorteile des Direktsafts:
-Das verarbeitete Obst ist unbehandelt.
-Der Direktsaft ist hochwertig, ökologisch und aromatisch im Geschmack.
-Sehr umweltfreundlich durch die kurzen Transportwege, sowie bei der Herstellung und der Vermarktung.
-Der Erlös fördert den Erhalt der Streuobstwiesen (Kulturlandschaft) und stärkt die regionale Wirtschaft.

Eine Anmerkung am Rande. Wußten Sie das in China soviel Apfelsaftkonzentrat hergestellt wird, wie im gesamten Rest der Welt zusammen? Dieser asiatische Exportschlager wird auch in Apfelfruchtsaftgetränken deutscher Supermarktketten verwendet. Zitronensäure und Fremdaromen sorgen hier für den so beliebten süß-sauren Apfelgeschmack. Also lieber ein paar Cent mehr ausgeben und zum Direktsaft Made in Baden-Württemberg greifen.

Herbst in der Streuobstwiese

Äpfelbäume in Bissingen mit Blick auf die Burg Teck.