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Diverse SSpätzelgerichte

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Regionale Spätzlevariationen

Neben den klassischen Spätzle haben sich, im Laufe der Jahrhunderte, einige Variationen entwickelt. Diese Variationen sind nicht nur im Schwabenland, sondern auch in Bayern, im Allgäu und einige Varianten auch in Baden sehr beliebt. Bei der Zubereitung wird der Spätzlegrundteig, durch Zugabe von anderen Zutaten, geschmacklich verändert.
Die bekannteste Variante ist mit Sicherheit die Zubereitung von Leberspätzle. Bei diesem Gericht rührt man ca. ¼ kg pürierte Leber (Rind oder Kalb) und feingehackte Petersilie, in den Grundteig. Wenn sie die Leber beim Metzger ihres Vertrauens kaufen, kann der ihnen die Leber sicher durch den Fleischwolf lassen. So ist die Leber etwas gröberund der Geschmack harmonischer. Danach die Spätzle in kochendes Salzwasser schaben. Im Gegensatz zu den klassischen Spätzle schreckt man die Leberspätzle mit eiskaltem Wasser ab. Leberspätzle isst man häufig als Einlage einer Gemüsebrühe, mit feingehackter Petersilie bestreut. Man kann sie jedoch auch in Butter oder Margarine schwenken und dazu einen grünen Salat (Kopf- oder Feldsalat) mit einer Kräuter-Vinaigrette essen. Sehr beliebt ist es auch, die Leberspätzle mit goldgelb angebratenen Zwiebelringen, zu servieren. Eine traditionelles Gericht sind die gebratenen Leberspätzle mit Ei. Dazu die gut abgetropften Leberspätzle in etwas Margarine, oder Butter anbraten, 2 Eier mit Salz und Pfeffer verquirlen und über die Leberspätzle geben. Alles vermengen und gemeinsam kurz rösten, bis das Ei stockt. Dazu kann man den oben beschriebenen grünen Salat, oder einen schwäbischen Kartoffelsalat, mit Gurke essen.
Ein Genuss und in der modernen Küche sehr beliebt sind Spätzle, deren Teig mit frischen und feingehackten Kräutern, wie Bärlauch, Petersilie, Kerbel oder mediterranen Kräutern vermengt wird (Bärlauch-, Petersilien-, Kerbel oder Pestospätzle). Bei der Kräutervariante verwendet man gerne 2 EL Grieß, den man ebenfalls unter den Teig mischt. Die Kräuterspätlzle werden wie gehabt in kochendes Wasser geschabt. Nach der Fertigstellung mit eiskaltem Wasser abschrecken. Danach in Butter oder Margarine schwenken. In der gehobenen Küche serviert man diese Variante zu feinen Fleischgerichten. Als vegetarisches Gericht, kann man sie auch mit goldgelb gerösteten Zwiebelringen und einem buten Gartensalat servieren.

Eine sehr schmackhafte Variante der klassischen Spätzle sind Haselnuss-, Walnuss- oder Maronenspätzle. Sie werden vorzugsweise als Beilage zu Wildgerichten serviert. Sie eignen sich jedoch auch vorzüglich zur Weihnachtsgans bzw. Puter. Dafür werden ¼ kg gemahlene Nüsse oder Maronen, kurz in etwas Butter oder Margarine angeröstet und dann unter den Teig gegeben. Danach wie gewohnt in kochendes Salzwasser schaben. Abschrecken, gut abtropfen lassen und in Butter oder Margarine schwenken. Bei Walnussspätzle erreichen sie einen besonderes Geschmackserlebnis, wenn sie diese in Walnussöl schwenken.

Die Augen essen bekanntlich mit. Ein wahrer Genuss für die Sinne sind die dreifarbigen Spätzle (weiß, rot grün), die ein wenig an italienische Pasta erinnern. Dafür stellen sie den Grundteig wie gewohnt her. Dieser wird in drei Teile geteilt. Den ersten Teil lassen sie hell. Den zweiten Teil färben sie mit Tomatenmark und das letzte Drittel wird mit püriertem Spinat angereichert. Den Teig (jede Farbe einzeln in separatem Salzwasser) schaben, danach abschrecken und vermischt in Butter schwenken. Wichtig ist es diese verschieden, farbigen Nudeln in seperatem Wasser zu kochen, um die Farben strahlend zu bekommen. Diese Variante eignet sich als Beilage zu Fleischspeisen. Sie können als vegetarisches Gericht mit gerösteten Zwiebelringen, oder gebraten mit Ei verzehrt werden.
Spätzlevariationen bekommt man nicht nur durch verschiedenen Zutaten, die sie dem Teig zufügen, sondern auch durch eine Abwandlung beim Servieren. Hier sind die Spätzle meist keine Beilagen. Sie bilden durch verschiedene Zutaten eigenständige Gerichte. Ein Gericht, dass sehr an die italienische Pasta erinnert, sind die Tomatenspätzle. Bei dem Gericht werden die Spätzle in einer Tomatensoße geschwenkt. Die Tomatensoße stellen sie aus angebratenen Zwiebeln, geschälten Tomaten, 1 Karotte, Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker her.
Sehr gesund sind die Spinatspätzle. Bei diesem Gericht werden die fertigen Teigwaren in Spinat geschwenkt. Für das Spinattopping können sie handelsübliche TK-Ware, oder frischen Spinat wählen. Spinat garen, mit Butter und etwas Sahne verfeinern, abschmecken mit Salz und Pfeffer.
Eines der bekanntesten Spätzlegerichte sind ohne Zweifel die Kässpätzle. Diese deftige, kalorienreiche Spezialität, wird in Baden, im Ländle, aber auch im Allgäu sehr gerne gegessen. Dieses fleischlose Gericht, ist in katholischen Gegenden, das traditionelle Freitagsessen. Sie benötigen neben den warmen Spätzle (ca. 500 g), 100 g Butter oder Margarine, 300 g geriebenen Käse und mittelgroße rote Zwiebeln, Salz und Pfeffer.
Heizen sie den Backofen auf 200 Grad vor. Nehmen sie nun eine wärmebeständige Schüssel. (Auflaufformen eignen sich nur, wenn sie hoch genug sind). Schichten sie in der Schüssel die Spätzle und den Käse. Jede Schicht leicht Pfeffern. Wenn alle Spätzle in der Schüssel sind, die oberste Schicht sollte Käse sein, einige Butterflöckchen auf den Schüsselinhalt verteilen und bedecken sie die Schüssel mit Alufolie. Schieben sie die Schüssel für eine halbe Stunde in den Ofen. Währen der Zeit, schälen sie die Zwiebeln und schneiden diese in feine Ringe. Braten sie diese in etwas Butter oder Margarine goldbraun an. Verteilen sie die Kässpätzle auf die Teller und geben sie obendrauf die gerösteten Zwiebeln. Bestreuen sie die Teller mit feingehackten Schnittlauchröllchen. Dazu passt ein grüner Salat.
Einst ein Armeleute-Essen, heute eine Delikatesse sind Krautspätzle (Krautspatzen). Krautspätzle sind ein klassisches Herbst/Winteressen. Gerne werden übriggebliebene Spätzle vom Sonntagsessen verwendet. Man kann das Gericht natürlich auch aus frisch hergestellten Spätzle kochen. Nehmen sie eine beschichtete Pfanne, geben sie etwas Öl hinein. Schneiden sie durchwachsenen Speck in kleine Würfel. Lassen sie die Speckwürfel in der Pfanne aus. Braten sie zwei mittelgroße, in würfel geschnittene Zwiebeln in dem Fett an. Schütten sie eine mittelgroße Dose (ca. 300 g) Sauerkraut, 2 Wacholderbeeren, 1 Lorbeerblatt und 1 TL Kümmel in die Pfanne. Braten sie den gesamten Pfanneninhalt bei ständigem Rühren ca. 10 Minuten. Danach geben sie die Spätzle dazu. Rösten sie alles zusammen abermals 10 Minuten. Schmecken sie das Gericht mit Salz und Pfeffer ab. Danach können sie die Krautspatzen servieren. Diese deftigen Sätzle können sie als Hauptmahlzeit essen. Beilagen brauchen sie dazu keine mehr. In traditionellen schwäbischen Lokalen, werden Krautspätzle manchmal zu Zwiebelrostbraten gereicht.