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Die Württemberger Rebsorten

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Den unterschiedlichen Weinreben auf der Spur!

Kleines ABC der Württemberger Rebsorten

Was macht die Württemberger Weine so einzigartig? Der Boden, das Klima und inbesondere die Rebsorten bestimmen den Charkter der Weine, aus dieser Region. Nicht zu vergessen ist der unterschiedliche Ausbau, in den Winzergenossenschaften und Weingütern.
In der Neckarregion und dem angrenzenden Umland, bietet das milde Klima und sonnige Rebhänge, ideale Bedingungen für den Weinbau. Damit die Reben prächtig gedeihen können benötigen Sie gute Böden. Das ist auf den kalkreichen und teilweise schweren Keuperböden gegeben. Nachfolgend finden Sie die wichtigsten und bekanntesten Rebsorten in Württemberg.

Weinanbau in Württemberg.

Rote Rebsorten

  • Die schwäbische Spezialität ist die Rotweinsorte Trollinger. Es ist das Nationalgetränk der Schwaben und erfreut die Viertelesschlotzer, schon seit Jahrhunderten. Dieser Wein bestimmt den Ausdruck der hiesigen und bodenständigen Weinkultur. Es ist die meist angebaute Rebsorte in Württemberg und ist in Südtirol als Vernatsch bekannt. Die spätreifenden Trollingertrauben brauchen tiefgründige, nährstoffreiche Böden und beste Hanglagen. Den Charakter dieses Weines kann man am besten mit herzhaft und rustikal umschreiben. Frisch und saftig sind weitere Attribute guter Trollingerweine. Sie sollten rubinrot sein und sind nach der Lese meist innerhalb eines Jahres trinkreif. Auf einem Marathon wird Wein als Verpflegung ausgeschenkt? Neben den üblichen Getränken für Sportler wird auf dem Trollinger Marathon Wein ausgeschenkt. Er findet seit 2001 jährlich in Heilbronn statt. Ob der aktuelle Streckenrekord, von 2:29:40, mit der Verpflegung zu tun hat, können wir Ihnen leider nicht sagen.
  • Die Rebsorte Muskat-Trollinger wurde erstmalig 1836 erwähnt. Die genaue Herkunft ist nicht gesichert, aber sie könnte aus einer zufälligen Kreuzung, des Blauen Trollinger und dem Muskateller entstanden sein. Die spät reifenden Trauben ergeben später einen rubinroten Wein, mit intensiven, aber unaufdringlichen Muskatbukett. Ein toller Wein für die Sommermonate.
  • Die Rebsorte Lemberger stellt in Bezug auf die Lage, Klima und Boden hohe Ansprüche. Sie gehört zu den beliebtsten Rebsorten, ist die vierthäufigste in Württemberg und stammt aus Österreich. Der Wein hat eine tief dunkle Farbe, einen kräftigen Körper und ist feinherb. Auch typisch für die Region ist das Cuvée Trollinger-Lemberger, ein Verschnitt der beiden Rebsorten Trollinger und Lemberger.
  • Die Ursprünge des Schwarzrieslings liegen im 16. Jahrhundert. Die Rebsorte stammt vom Spätburgunder ab. Die Trauben dieser Sorte erreichen bereits nach kurzer Reifezeit hoche Öchslegrade. Der fruchtige Wein hat eine leuchtend rote Farbe und harmoniert mit Wild sowie Geflügelgerichten, oder wird auch gerne als Dämmerschoppen genossen.
  • Ein König unter den roten Rebsorten ist der Spätburgunder. Der qualitativ hochwertige Rotwein stellt sehr hohe Ansprüche an Lage und Mikroklima. Auf 11 Prozent, der gesamten deutschen Rebfläche, wird Spätburgunder angebaut und ergibt einen speziellen Wein mit komplexen Aromen. Ausgebaut hat er eine purpurrote Farbe und sein Bukett kann man mit körperreich umschreiben.

Weinlehrpfad Weinlage Hohenneuffen

  • Keine Rebsorte ist der beliebte Weißherbst. Es ist ein Roséwein, welcher aus einer einzigen roten Rebsorte gekeltert wurde. In Württemberg wird er aus den Rebsorten Spätburgunder oder Schwarzrieslig hergestellt. Die Weintrauben stammen aus einer Lage und der Most wird vor der Gärung von den Trauben abgepresst. So entsteht die leichte Rosafärbung des Weines. Den Weißherbst kann man am besten mit frisch, herzhaft, jugendlich und bekömmlich umschreiben.
  • Eine erfolgreiche Neuzüchtung ist der Dornfelder. Die Rebsorte erhielt ihren Namen nach dem Gründer der Weinbauschule, in Weinsberg, Immanuel Dornfeld. August Herold kreierte, mit der Kreuzung zweier Reben, einen harmonischen Rotwein, welcher sich steigender Beliebtheit erfreut.
  • In den letzten Jahren wurden, mit grossem Erfolg, neue weitere Rebsorten angepflanzt. Zu ihnen gehören Samtrot, Acolon, sowie Cabernet Dorio und Mitos. Der Samtrot ist eine natürliche Mutation des Schwarzrieslings und erhielt seinen Namen 1950. Er zeichnet sich durch viele Duft- und Aromastoffe aus und ist einer der harmonischten Württemberger Rotweine. Unser Kauftipp: Eine Cuvée von Samtrot mit Lemberger oder mit Trollinger.

Weisse Rebsorten in Baden-Württemberg

Bereits seit 1500 wird der Riesling urkundlich erwähnt. Der König der Weissweine wird in Württemberg auf 2083 ha angebaut und ist die populärste weisse Rebsorte. Je nach Klima, Lage und Ausbau entstehen die unterschiedlichsten Charaktere. Von der edelsüssen Spätlese zum leichten Stil, für jeden Geschmack ist etwas dabei. Die leichten Rieslingsweine werden bevorzugt im Sommer getrunken.
Auf Platz 2 der weissen Rebsorten liegt der Kerner. Es ist ein typisch württembergerisches Gewächs und eine Neuzüchtung aus der Staatlichen Weinanstalt in Weinsberg. Der damalige Leiter, benannte bereits 1929, die neue Rebsorte nach dem Weinsberger Dichter Justinius Kerner. Das Bukett des Weines enthält viele Fruchtkomponenten, er passt als trockener oder halbtrockener Qualitätswein hervorragend zu sommerlichen Speisen.
Auf Platz 3 liegt der Müller-Thurgau, als württembergische Spezialität als Rivaner ausgebaut. Die Rebsorte erhielt ihren Namen von professor Hermann Müller, welcher im Schweizer Kanton Thurgau diese Rebsorte züchtete. Der Wein hat eine hellgelbe Farbe und hat eine jugendliche Frische.

Eine weitere Rebsorte ist der Silvaner, welcher in Württemberg auf eine lange Geschichte zurückblicken kann. Heute werden in den insgesamt 210 Einzellagen auch noch Grau- und Weissburgunder, der Gewürztraminer, Chardonnay und Sauvignon Blanc angebaut.