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Heidelberg: Die Heidelberger Fässer Der Zwerg Perkeo
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Die grossen Heidelberger Fässer

Wer kennt sie nicht die ehemalige kurpfälzische Residenzstadt Heidelberg. Nicht weit entfernt von der Mündung des Neckar in den Rhein, ist die Stadt heute eine beliebte Metropole geworden. In England, den USA und Japan prägt die Stadt Heidelberg, bis zum heutigen Tage, das Bild des romantischen Deutschland. Unzählige internationale Touristen aus Europa und Übersee besuchen jedes Jahr die Stadt.
Das große Fass auf dem Heidelberger Schloss gilt heute als eine besondere Touristenattraktion. Kaum einer der Schlossbesucher weiß, dass dieses Fass bereits mehrere Vorgängerfässer hatte, wenngleich es das größte auf dem Heidelberger Schloss ist. Noch weniger Menschen wissen, dass es auch anderswo große Fässer gab, wie etwa die Königsteiner Fässer und das Halberstädter Fass. Was bewog die Fürsten im 16., 17. und 18. Jahrhundert derart große Fässer bauen zu lassen? Wie war dies technisch möglich, wer lieferte das Holz und woher kam der Wein? Waren alle damit einverstanden und ließen sich klaglos in die Arbeiten einbinden?
Diesen und vielen weiteren Fragen mehr geht Andreas Cser in seiner Untersuchung zu den großen Heidelberger Fässern nach. Er zeichnet so anhand intensiver Quellenstudien ein vielschichtiges Bild rund um die großen Fässer. Holznutzungsstreitigkeiten, Fronleistungen, Probleme beim Transport des Holzes und schlechte Straßenverhältnisse sind nur einige der Themen seines Buches.

Auf 336 Seiten beschreibt das Buch “Die großen Heidelberger Fässer“ die Geschichte des fürstlichen Prestigeobjekts, die damit zusammenhängende wirtschaftliche Vernunft und den Untertanenprotest. Das Buch ist mit 50 Abbildungen illustriert, die das interessante Thema gekonnt untermalen. In den vergangenen zwei Jahrhunderten sind einige knappe Abhandlungen über die Heidelberger Fässern verfasst worden. Die Studie des Heidelbergexperten Andreas Csers ist die erste Abhandlung, welche die großen Heidelberger Fässer breit angelegt untersucht und damit ein lebendiges, nah an den Menschen orientiertes Panorama der Zeit entwirft.
Das Buch ist keine Lektüre für Leser, die einige wenige Fakten, angereichert mit Anekdoten und einigen Bildern suchen. Es ist sicher auch zu geschichtlich und umfangreich für Touristen. Dafür ist die hochinteressante Schilderung, mit wissenschaftlichem Anspruch über die die Planung, Entstehung und Nutzung der legendären Fässer, ein wahres Highlight für heimatgeschichtlich und historisch ambitionierte Leser.

Erschienen im G. Braun Buchverlag, ISBN: 978-3-7650-8519-2